Kriterien für die »Sonstigen Leistungen« in der Sekundarstufe II

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Zum Beurteilungsbereich »Sonstige Mitarbeit« gehören alle im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten schriftlichen, mündlichen und praktischen Leistungen mit Ausnahme der Klausuren und der Facharbeit« (APO-GOSt § 15 Abs. 1). Hierzu zählen u. a. die Hausaufgaben, schriftliche Lernüberprüfungen, Referate, Zusatzaufgaben, Präsentationsleistungen, Protokolle und zusätzliches Engagement. Nicht angefertigte Hausaufgaben können wie nicht erbrachte Leistungen bewertet werden. Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Sorgfalt (auch bei den Hausaufgaben) spiegeln sich ebenfalls in den Kopfnoten wider.

 

Für den Bereich der mündlichen Beteiligung im Unterricht gelten die folgenden Bewertungskriterien.

»Sehr gut« – der Schüler …
meldet sich häufig und meist in Eigeninitiative.
zeigt eine sehr hohe Sprach- und Gesprächskompetenz (spricht sehr flüssig, nahezu fehlerlos und frei: Wortschatz, Fachsprache, stilistische Sicherheit, Ausdruck, Artikulation, Intonation und Idiomatik sind auf hohem Niveau).
bringt inhaltlich reflektierte Beiträge (u. a. komplexe Zusammenfassungen und Schlussfolgerungen), die einen hohen Grad an Vernetzung aufweisen (u. a. Bezugnahme auf Beiträge von Mitschülern).
reagiert souverän und sicher auf Fragen und Impulse.
Stellt häufig sachbezogene, kritisch-konstruktive sowie weiterführende Fragen und liefert entscheidende Impulse.
verfügt über das bisher erarbeitete Unterrichtswissen und kann dieses auch auf neue Kontexte begründet anwenden.
erledigt gestellte Aufgaben immer effizient (auch in Partner- und Gruppenarbeiten).
»Gut« – der Schüler …
meldet sich relativ häufig und meist in Eigeninitiative.
zeigt eine hohe Sprach- und Gesprächskompetenz (spricht flüssig mit leichten Fehlern: Wortschatz, Fachsprache, stilistische Sicherheit, Ausdruck, Aussprache und Intonation, Idiomatik sind auf relativ hohem Niveau).
äußert sich in der Regel mit durchdachten Beiträgen, kann sich auf Beiträge von Mitschülern beziehen, Ergebnisse in der Regel plausibel zusammenfassen und eigene Schlüsse ziehen.
reagiert gut auf Fragen und Impulse.
stellt auch konstruktive, weiterführende Fragen und trägt dazu bei, dass der Unterricht sach- und fachbezogen vorankommt.
verfügt über das bisher erarbeitete Unterrichtswissen und kann dieses zum Teil auf neue Kontexte anwenden.
erledigt gestellte Aufgaben meist effizient (auch in Partner- und Gruppenarbeiten).
»Befriedigend« – der Schüler …
meldet sich regelmäßig, reproduktiv bis produktiv.
zeigt eine zufriedenstellende Sprach- und Gesprächskompetenz (spricht mit gelegentlichen Unterbrechungen: Wortschatz, Fachsprache, Ausdruck, Aussprache und Intonation sind zufriedenstellend).
äußert sich in zufriedenstellendem Maße sachbezogen (reproduktiv bis produktiv), dabei aber nicht immer reflektiert.
gelingt es, Beiträge anderer aufzugreifen und darauf einzugehen.
reagiert zufriedenstellend auf Fragen und Impulse.
fragt bei Unklarheiten nach.
verfügt in zufriedenstellendem Maße über das bisher erarbeitete Unterrichtswissen und kann dieses zum Teil auf neue Kontexte anwenden.
erledigt gestellte Aufgaben in angemessener Weise (auch in Partner- und Gruppenarbeiten)
»Ausreichend« – der Schüler …
meldet sich gelegentlich, dominant reproduktiv.
äußert sich eher knapp, die Beiträge enthalten wenig Sachbezüge und sind häufig unreflektiert.
zeigt eine unsichere Sprach- und Gesprächskompetenz (spricht stockend mit Fehlern: Wortschatz, stilistische Sicherheit, Ausdruck, Aussprache und Intonation und Fachsprache sind nicht zufriedenstellend).
ist in Diskussionen zurückhaltend, wobei es ihm nur bedingt gelingt, auf andere Beiträge einzugehen.
kann auf Fragen und Impulse nur schwer reagieren.
nimmt selten am Unterrichtsgespräch teil, stellt kaum Fragen.
verfügt kaum über bisher erarbeitetes Unterrichtswissen.
erledigt gestellte Aufgaben verhalten (auch in Partner- und Gruppenarbeiten)
»Mangelhaft« – der Schüler …
meldet sich selten, reagiert kaum auf Fragen und Impulse.
äußert sich nur knapp, die Beiträge enthalten kaum Sachbezüge und sind meist unreflektiert.
zeigt eine defizitäre Sprach- und Gesprächskompetenz (spricht bruchstückhaft, schwer verständlich: Wortschatz, stilistische Sicherheit, Ausdruck, Aussprache und Intonation und Fachsprache sind elementar.
weiß häufig nicht, worum es geht bzw. was er sagen könnte, wenn er vom Lehrer angesprochen wird.
ist in sach- und fachbezogenen Diskussionen meist passiv.
bewerkstelligt Arbeitsaufträge während des Unterrichts nur zögerlich und schleppend (auch in Partner- und Gruppenarbeiten).
»Ungenügend« – der Schüler …
meldet sich so gut wie nie, stellt meist nur Verständnisfragen.
erscheint häufig unvorbereitet zum Unterricht.
zeigt eine sehr defizitäre Sprach- und Gesprächskompetenz.
liefert keine sachbezogenen Beiträge.
reagiert nicht auf Fragen und Impulse.
ist in sach- und fachbezogenen Diskussionen passiv.
erledigt Arbeitsaufträge unzulänglich.

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