Kriterien für die »Sonstigen Leistungen« in der Sekundarstufe I

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Zum Beurteilungsbereich »Sonstige Leistungen« gehören alle im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten mündlichen und praktischen Leistungen sowie gelegentlich kurze schriftliche Übungen in allen Fächern. Die Leistungen bei der Mitarbeit im Unterricht sind bei der Beurteilung ebenso zu berücksichtigen wie die übrigen Leistungen« (APO SI, § 6 Abs. 2). Hierzu zählen u. a. die Präsentation einer Hausaufgabe, schriftliche Lernüberprüfungen, Referate, Zusatzaufgaben, Protokolle und zusätzliches Engagement.

 

Zur Bewertung von Hausaufgaben in der Sekundarstufe I: Die Qualität der Heftführung (Zuverlässigkeit und Sorgfalt) spiegelt sich in der Kopfnote zum Arbeitsverhalten wider. Da die über Hausaufgaben zu erwerbenden Kenntnisse oft Voraussetzung für eine erfolgreiche Mitarbeit im Unterricht sind, können die Defizite wegen nicht gemachter Hausaufgaben zu einer negativen Bewertung der damit verbundenen defizitären mündlichen Leistungen führen. Die Schüler haben ihre Hausaufgaben stets vollständig und formal korrekt zu jeder Stunde bereitzuhalten. Bei dreimaligem Vergessen der Hausaufgabe werden in der Regel die Eltern durch den Fachlehrer informiert.

 

Für den Bereich der mündlichen Beteiligung im Unterricht gelten die folgenden Bewertungskriterien.

 

»Sehr gut« – der Schüler …
meldet sich häufig und meist in Eigeninitiative.
spricht sehr flüssig, fast fehlerlos und frei, sehr gut verständlich (Wortschatz und Ausdrucksweise)
bringt inhaltlich reflektierte Beiträge (u. a. komplexe Zusammenfassungen und Schlussfolgerungen), die einen hohen Grad an Vernetzung aufweisen (u. a. Bezugnahme auf Beiträge von Mitschülern).
reagiert souverän und sicher auf Fragen und Impulse.
beteiligt sich kritisch-konstruktiv am Unterricht, z. B. durch weiterführende Fragen und entscheidende Impulse.
verfügt über das bisher erarbeitete Unterrichtswissen und kann dieses auf neue Kontexte begründet anwenden.
erledigt gestellte Aufgaben immer effizient (auch in Partner- und Gruppenarbeiten)
»Gut« – der Schüler …
meldet sich relativ häufig und in Eigeninitiative
spricht flüssig mit leichten Fehlern, gut verständlich (Wortschatz und Ausdrucksweise)
äußert sich in der Regel mit durchdachten Beiträgen, kann sich auf Beiträge von Mitschülern beziehen, Ergebnisse in der Regel plausibel zusammenfassen und eigene Schlüsse ziehen
reagiert gut auf Fragen und Impulse
stellt auch konstruktive, weiterführende Fragen und trägt dazu bei, dass der Unterricht sach- und fachbezogen vorankommt.
verfügt über das bisher erarbeitete Unterrichtswissen und kann dieses zum Teil auf neue Kontexte anwenden.
erledigt gestellte Aufgaben meist effizient (auch in Partner- und Gruppenarbeiten)
»Befriedigend« – der Schüler …
meldet sich regelmäßig, reproduktiv bis produktiv.
spricht mit gelegentlichen Unterbrechungen, relativ gut verständlich (Wortschatz und Ausdrucksweise zufriedenstellend)
äußert sich in zufriedenstellendem Maße sachbezogen (reproduktiv bis produktiv), dabei aber nicht immer reflektiert.
greift Beiträge anderer auf und geht auf diese ein.
fragt bei Unklarheiten nach.
verfügt in zufriedenstellendem Maße über das bisher erarbeitete Unterrichtswissen und kann dieses zum Teil auf neue Kontexte anwenden.
erledigt gestellte Aufgaben in angemessener Weise (auch in Partner- und Gruppenarbeiten)
»Ausreichend« – der Schüler …
meldet sich gelegentlich, dominant reproduktiv.
spricht stockend z. T. schwer verständlich (Wortschatz und Ausdrucksweise sind eher schwach).
äußert sich eher knapp, die Beiträge enthalten wenig Sachbezüge und sind häufig unreflektiert.
spricht stockend mit Fehlern, eher schwer verständlich (geringer Wortschatz, stilistisch schwach).
ist in Diskussionen zurückhaltend, wobei es ihn nur bedingt gelingt, auf andere Beiträge einzugehen.
stellt eher selten Fragen und lässt häufiger Unklares offen.
verfügt kaum über bisher erarbeitetes Unterrichtswissen.
erledigt gestellte Aufgaben verhalten (auch in Partner- und Gruppenarbeiten)
»Mangelhaft« – der Schüler …
meldet sich selten.
äußert sich nur knapp, die Beiträge enthalten kaum Sachbezüge und sind meist unreflektiert.
spricht schwer verständlich (Wortschatz und Ausdrucksweise mangelhaft)
reagiert kaum auf Fragen und Impulse
zeigt eine defizitäre Sprach- und Gesprächskompetenz (u. a. Wortschatz, stilistische Sicherheit, Ausdruck, Aussprache und Intonation und Fachsprache sind nur elementar erkennbar).
ist in sach- und fachbezogenen Diskussionen meist passiv.
bewerkstelligt Arbeitsaufträge während des Unterrichts nur zögerlich und schleppend (auch in Partner- und Gruppenarbeiten).
»Ungenügend« – der Schüler …
meldet sich so gut wie nie, stellt meist nur Verständnisfragen.
erscheint häufiger unvorbereitet zum Unterricht.
zeigt eine sehr defizitäre Sprach- und Gesprächskompetenz.
äußert keine sachbezogenen Beiträge.
ist in sach- und fachbezogenen Diskussionen unbeteiligt.
erledigt Arbeitsaufträge unzulänglich.

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