Von Enthüllungen und Tabus

26.03.2018 22:12 von Dr. Albert Kapune

Was die »Tage im Kloster« ausmacht, ist die Möglichkeit, sich offen über Themen des Glaubens und der Kirche auszutauschen, ohne dabei befürchten zu müssen, dass gemachte Äußerungen kurze Zeit später an andere weitergegeben werden. Daher ist die »Rose des Schweigens« – die Absprache, dass Äußerungen nicht nach außen getragen werden – von großer Bedeutung für die Durchführung der »Tage im Kloster«.

 

Die Gruppe, die sich vom 05. bis zum 07. Februar 2018 ins Franziskushaus nach Wiedenbrück begab, kennzeichnete sich durch großes Vertrauen, Offenheit und Miteinander aus. Drei Tage lang konnten sich aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen nur zehn Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II zusammen mit ihren Lehrkräften Nina Pieper und Dr. Christof Kracht über Themen wie die Bedeutung von Kirche und Glauben in der Gesellschaft und ihrem eigenen Leben, über den Zusammenhang von religiöser Prägung und Selbstfindung, über den Einfluss von Glaube auf die persönliche Lebensgestaltung austauschen. Es wurden viele enthüllende Einblicke in die Prägung des privaten Lebens durch den Glauben gegeben und kein Thema wurde tabuisiert.

 

Neben diesen sehr intensiven Gesprächskreisen kamen in gemeinsamen Impulsen in den Tag, besinnliche Entspannung zum Abschluss des Tages sowie die Teilnahme am Vespergebet der Franziskaner auch spirituelle Elemente nicht zu kurz. Selbst während der Mahlzeiten und in der Freizeit rissen die Gespräche nicht ab, so dass sich alle einig waren, dass die Tage im Kloster eine Veranstaltung sind, die ein zentrales Element des Schullebens unserer Schule bleiben müssen.

 

Dr. Christof Kracht

Zurück