Die Zweite wurde Erste

22.12.2018 22:41 von Dr. Albert Kapune

Beim Vorlesewettbewerb, den Wir am Alde nun seit einigen Jahren veranstalten, passierte diese Jahr etwas Ungewöhnliches: Die Zweite wurde Erste … Aber der Reihe nach. Qualifiziert für den Schulwettbewerb hatten sich jeweils die Erstplatzierten der Klassenwettbewerbe – bei denen aber auch die Zweitplatzierten ermittelt wurden, falls eine/r der Ersten, z. B. durch Krankheit, nicht würde antreten können. Aus der 6a gewann Lina Protte (2. Platz: Lia Frieling), in der 6b siegte Julius Thiemann (dahinter: Kaya Gosselke), in der 6c hatte Oskar Kaltwasser die Nase vorn (Zweite wurde Jolie Walter) und in der 6d machte Enya Schoemaker (vor Pauline Wertulla) das Rennen.

Julius

Und so versammelten sich die 6. Klassen am 6. Dezember erwartungsvoll in der Aula, um zu sehen, wen die Jury – bestehend aus den Q1-Schülerinnen Renée Rump und Lea Leisner sowie der Deutschlehrerin Stefanie Romstadt – am besten beurteilen würde. Und das war – Kaya Gosselke! Durch einen Übertragungsfehler war die Zweitplatzierte der 6b als Erste weitergemeldet worden, und sowohl sie als auch der eigentliche Klassensieger Julius waren offenbar zu schüchtern oder zu höflich, im laufenden Wettbewerb auf diesen Fehler hinzuweisen … Sie hatten, wie alle anderen Vorleserinnen und Vorleser, zunächst 3 Minuten lang aus einen selbst gewählten Ausschnitt aus einem selbst ausgesuchten Buch vorgelesen und dann 2 Minuten aus einem Fremdtext, diesmal der Kinderbuchklassiker »Rasmus und der Landstreicher« von Astrid Lindgren.

 

Kaya siegte klar – und ebenso klar war, dass Julius auch seine Chance bekommen musste, Schulsieger zu werden. Und so wurde vor einer Jury von den drei Deutschlehrkräften Keil, Wilden und Zschocke ein Stechen zu den gleichen Bedingungen (wenn auch leider ohne Publikum) veranstaltet. Dass Kaya dann ebenfalls gewann, womit sie sich für der Kreisentscheid in Werl im Februar qualifizierte.

Um aber Julius – der das Versehen mit Fassung trug und sich sehr fair und verständnisvoll zeigte – wenigstens auch ein dankbares Lesepublikum zu bieten, durfte dieser bei der letzten Lehrerkonferenz die selbst ausgesuchte Weihnachtsgeschichte »Die Apfelsine des Waisenknaben« von Charles Dickens vorlesen, bekam seinen verdienten Applaus und wie die anderen Klassensieger/innen 14 Tage zuvor aus der Hand von Schulleiter Martin Fischer seine Urkunde und seinen Buchpreis, gesponsert vom Alde-Förderverein, dem an dieser Stelle wie immer herzlich gedankt sei.

Wir am Alde gratulieren allen Gewinnerinnen und Gewinnern – und das sind eigentlich alle, die gerne lesen!

 

Wolfgang Zschocke

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