Alde-Schülerin holt den Landessieg
»Jugend Forscht«
Laura Mähler wird das Aldegrever-Gymnasium beim Bundeswettbewerb Jugend Forscht im Fach Mathematik vertreten. Auf dem Landeswettbewerb holten drei Jungforscher des Alde zahlreiche Preise. Andreas Kuzma und Conrad Schwanitz gewannen mit ihrem Projekt zu Kirmesfahrgeschäften einen zweiten Preis sowie ein mehrwöchiges Forschungspraktikum. Laura Mähler gewann ebenfalls ein Forschungspraktikum. Darüber hinaus wurde Sie mit ihrem Projekt zur Spidercam Landessiegerin im Bereich Mathematik. Das Aldegrever-Gymnasium, das für die herausragende Förderung junger Talente auch mit dem Schulpreis Jugend Forscht ausgezeichnet wurde, holte damit auch auf Landesebene die Hälfte aller überhaupt zu gewinnenden Preise im Bereich Mathematik/Informatik. Wir danken auf diesem Wege nochmals allen betreuenden Kolleginnen und Kollegen, den unterstützenden Eltern sowie unseren Kooperationspartnern, welche die Qualität unserer Mathematikprojekte in Form von Expertise und Sponsoring nachhaltig vorantrieben.
Die Jahrgangsstufen 11 und 12 des Aldegrever-Gymnasiums entdecken Weimar und besuchen Buchenwald
Was verbindet man spontan mit der Stadt Weimar? Die Epoche der Weimarer Klassik mit ihren bedeutenden Dichtern und Denkern? Die von Walter Gropius 1919 gegründete Gestaltungschule das Bauhaus? Oder die Zeit des Nationalsozialismus, als im nahe gelegenen Konzentrationslager Buchenwald Tausende von Menschen vorrangig durch harte Arbeit umgebracht wurden? Die insgesamt 170 Schüler der Doppeljahrgangsstufe 11 und 12 des Aldegrever-Gymnasiums hatten Ende Januar bis Anfang Februar die Möglichkeit, sich selbst einen Eindruck von der Klassiker-Stadt zu verschaffen.
Im Rahmen eines Projekts der Europäischen Jugendbildungsstätte Weimar (EJBW) wurden in Gruppen verschiedene Abschnitte der Stadtgeschichte (angefangen bei der Weimarer Klassik über das Bauhaus bis hin zum sozialistischen »Roten Weimar») genauer beleuchtet. Als Einstieg in die einzelnen Themen hatten die Schüler die Möglichkeit, Weimar je nach Arbeitsbereich unter unterschiedlichen Gesichtspunkten zu erkunden. So führte der Rundgang die Weimarer Klassik-Gruppe unter anderem zu den ehemaligen Wohnhäusern Schillers und Goethes, die Bauhaus-Interessierten zum in diesem Stil errichteten Hotel Elephant und diejenigen, die Näheres über Weimars Rolle unter sowjetischer Besatzung erfahren wollten, zu Orten, welche Bezüge zu eben dieser Zeit aufweisen. Schließlich wurden die Ergebnisse im Plenum den anderen Gruppen auf verschiedenste Weise vorgeführt. Während einige Kleingruppe Szenen aus bekannten Dramen Goethes und Schillers auf moderne Weise interpretierten, präsentierten andere ihr Erarbeitetes in einer Anklage bezüglich der miserablen Haftbedingungen an die Sowjetunion im Speziallager II oder, wie im Fall der Bauhaus-Gruppe, in Form einer Power-Point-Präsentation.
Ein weiterer Bestandteil des Workshops war die gemeinsame Vorbereitung auf den abschließenden Besuch in der nahe gelegenen KZ-Gedenkstätte Buchenwald auf dem Ettersberg. Anhand von Filmen, Bildmaterial und Vorträgen wurden Anregungen für Assoziationen, Diskussionen sowie für Fragen geschaffen. Die sich anschließende lebhafte, aber auch Betroffenheit signalisierende Diskussion machte deutlich: Auch wir sind mit diesem Kapitel deutscher Geschichte nicht »durch«. Die schließlich folgende Besichtigung des Konzentrationslagers inklusive des dazugehörigen Museums zeigte den Schrecken und das menschenverachtende Gesicht eines zerstörerischen Regimes, das nicht nur in diesem Lager auf Töten und Morden aus war. Die Überreste des Lagers waren, nicht minder schockierend als die Berichte, Bilder und Gegenstände der Ausstellung. Die Temperaturen taten ihr Übriges: Kaum jemand konnte sich wirklich vorstellen, wie die Häftlinge bei unter -12 °C und schneidendem Ostwind in ihren dünnen Anzügen draußen zum Appell antreten mussten und dort oft stundenlang ausharren mussten.
Auf die Frage, was diese Verbrechen der Vergangenheit heute für uns bedeuten, fand Thomas von der Gönna als einer der Projektleiter des Seminars eine treffenden Antwort: »Wir müssen uns nicht dafür schämen, was zu Zeiten des Nationalsozialismus geschehen ist – schämen müssen wir uns nur, wenn wir nicht aus der Geschichte lernen können.«
Alexander Baimann und Isabelle Weißflog
————————— Alde-Blog/Pressespiegel ————
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